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Gutes Olivenöl aus dem Supermarkt?

Dieser Artikel wurde zuletzt im Oktober 2026 überarbeitet

Vielleicht kennen Sie es: Während Ihres Urlaubs am Mittelmeer war das Olivenöl köstlich, aber zu Hause finden Sie diesen Geschmack im Olivenöl aus dem Supermarkt nicht wieder. Warum ist das eigentlich so? Gibt es dafür eine einfache Erklärung? Wir von The Olive Label glauben, dass es das gibt.

Das Angebot an Olivenöl im Supermarkt ist oft überwältigend. Besonders in großen Supermärkten ist das Regal von oben bis unten mit verschiedenen Flaschen verschiedener Marken gefüllt. Die meisten mit italienisch und spanisch klingenden Begriffen auf dem Etikett, die wir alle schon einmal gehört haben: aceite de oliva, olio extravergine di oliva, vierge, extra vierge, etc. Und dann gibt es noch allerlei Begriffe wie traditionelles Olivenöl, Blended-Olivenöl, Olivenöl erster Kaltpressung, Classico, Gentle, Mild, Robusto, Cucina Delicata, etc. Was sagen diese eigentlich über die Qualität aus? Und da stehen Sie dann: Welches war es noch einmal für den Salat und welches zum Braten und Schmoren? Lesen Sie unseren Blog über das Braten und Schmoren mit Olivenöl.

Macht es überhaupt etwas aus? Öl ist doch Öl? Dann nehmen Sie einfach Olivenöl aus dem Angebot oder im Angebot. Oder doch lieber die schöne Flasche? Die sieht auf der Küchenzeile bestimmt schön aus und das Auge will auch verwöhnt werden. Welche soll ich wählen?

Die kurze Antwort

Wenn Sie flaches, vielleicht sogar etwas ranziges Olivenöl mögen und Qualität für Sie weniger wichtig ist, können Sie im Supermarkt eigentlich nichts falsch machen. Wenn Sie frisches, qualitativ hochwertiges natives Olivenöl extra mögen, ist es vielleicht besser, Ihr Olivenöl woanders zu kaufen. Dafür gibt es verschiedene Gründe, die wir unten erläutern.

Die Keuringsdienst van Waarde, Oktober 2026

Die Keuringsdienst van Waarde bestätigt dieses Bild auch im Jahr 2026. Im Supermarkt ist nicht alles so, wie es scheint, und man wird vor den Augen mit der Nase voll gedrückt. Die Keuringsdienst van Waarde ließ 27 Flaschen testen, die in Supermärkten und anderen Ladenketten als natives Olivenöl extra verkauft werden, und 15 der 27 getesteten Öle sind überhaupt kein natives Olivenöl extra! Das sind mehr als die Hälfte, und das finden wir schockierend. Von den 15, die kein natives Olivenöl extra waren, waren 11 von geringerer Qualität „vierge“ (also nicht „extra“ vierge) und 4 wurden als Lampenöl eingestuft.

Der Begriff Lampenöl bezieht sich historisch gesehen auf Lampenöl, das italienische „olio lampante“ oder das spanische „aceite lampante“. In der modernen Olivenölgesetzgebung und den Qualitätsklassen steht der Begriff für: die niedrigste Kategorie, Olivenöl von aller schlechtesten Qualität, in dieser Form nicht für den menschlichen Verzehr geeignet. Erst nach der Raffination kann dieses Öl für den Verzehr verwendet werden. Lampenöl weist schwerwiegende Geschmacks- und Geruchsfehler auf (zum Beispiel durch beschädigte, verschimmelte oder zu lange gelagerte Oliven) oder einen sehr hohen Säuregehalt. Carbonell (wer hat es nicht in der Küche stehen), La Española, AH Hausmarke und 1 de Beste van Dirk waren so schlecht in der Qualität, dass sie als Lampenöl getestet wurden und nicht für den menschlichen Verzehr geeignet waren. Skandalös.

Ein höherer Preis erwies sich leider nicht als Garantie für Qualität im Supermarkt. Das Gkazas-Öl (trotz aller Vermarktung) und das Xenos Sierra Oliva, beide für 19,98 € pro Liter, waren überhaupt kein natives Olivenöl extra. Und das Carbonell für 14,29 € pro Liter war sogar Lampenöl. Das ist natürlich schamlose Betrugsmasche.  

Das Ergebnis ist eine Momentaufnahme; Qualität kann sich verändern. Aber als Käufer darf man einfach erwarten, dass der Inhalt mit dem Etikett übereinstimmt. Sehen Sie sich das vollständige Ergebnis der Keuringsdienst van Waarde an.

Klicken Sie auf das Bild unten für die Sendung der Keuringsdienst van Waarde über natives Olivenöl extra, Oktober 2026

Ersin und Olivenölproduzent mit einer Flasche Olivenöl in der Hand in einer Fabrik

Gutes Olivenöl aus dem Supermarkt

„Gutes Olivenöl im Supermarkt? Das gibt es nicht. Nur weniger schlechtes …“, sagt Wilma van Grinsven-Padberg in einem Interview. Der giftigste Gang im Supermarkt, so Michiel Hekkens in diesem Artikel von Manners. 

Seit Jahren erscheinen Pressemitteilungen über die äußerst zweifelhafte Qualität von Olivenöl im Supermarkt. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass das immer so bleiben wird, und der Grund dafür ist eigentlich leicht zu erklären. Darauf kommen wir später zurück.

Eine Studie der UC Davis aus 2010 ergab, dass 69 % der untersuchten importierten Olivenöle aus Geschäften in Kalifornien nicht den Anforderungen an natives Olivenöl extra entsprachen. Bei einer Studie im Jahr 2011 stellte sich heraus, dass 66 der 90 untersuchten Proben von fünf weitverkauften importierten Olivenölmarken nicht den Anforderungen an natives Olivenöl extra entsprachen. Die Stiftung Warentest aus 2024 gab an, dass 6 der 19 getesteten Olivenöle nicht die Bezeichnung natives Olivenöl extra tragen durften.

Auch die NVWA stellte Qualitätsprobleme fest. Bei einer risikoorientierten Untersuchung im Jahr 2019 entsprachen neun der 28 untersuchten Öle nicht den Geschmacksnormen ihrer angegebenen Kategorie. Acht davon wurden als natives Olivenöl extra angeboten. Nur zwei der abweichenden Proben wiesen auch eine chemische Abweichung auf. Eine Laboranalyse und eine Bewertung durch ein fachkundiges Testpanel ergänzen sich also.

Warum ist Olivenöl aus dem Supermarkt anders? Die zwei Welten des Olivenöls

Auf der Flasche steht dasselbe: „natives Olivenöl extra“. Dennoch ist jede Flasche anders und dahinter verbergen sich völlig unterschiedliche Welten. Der Unterschied liegt in der Produktion, dem Maßstab, dem Einkauf, dem Geschmack des Durchschnittsverbrauchers und den Entscheidungen, die unterwegs getroffen werden. Natives Olivenöl extra ist eine gesetzliche Qualitätsklasse. Innerhalb dieser Klasse gibt es dennoch enorme Qualitätsunterschiede. Den Anforderungen zu entsprechen, ist also nicht dasselbe wie die frische, charaktervolle Topqualität, die wir suchen.

Die Welt der Supermärkte und des Bulk-Olivenöls

Alles Olivenöl wird aus Oliven hergestellt, aber die Qualität entsteht durch eine ganze Reihe von Entscheidungen und Umständen. Es gibt enorme Unterschiede darin, welche Olivenart man verwendet, die Wetterbedingungen einer Region, wann und wie man erntet, die Qualität der Oliven, wie schnell man presst, wie das Öl gelagert und transportiert wird und ob das Öl mit Öl aus anderen Regionen, anderen Ländern oder früheren Ernten gemischt wird. Natürlich kann in diesem Prozess auch einmal etwas schiefgehen.

Allein in der EU gibt es mindestens 718.000 Supermärkte (IBISWorld 2021/2022), und diese schaffen einen enormen Markt für möglichst günstiges Bulk-Olivenöl: große Chargen Öl von verschiedenen Bauern und Ölmühlen, direkt oder über Kooperativen und Händler. In dieser Welt des Bulk-Olivenöls geht es um Hunderte Millionen Liter, die international zu Handelspreisen gehandelt werden, in der Regel pro Kilo (ein Liter Olivenöl wiegt übrigens 0,912 Kilo). Da ist auch einmal eine Ernte von geringerer Qualität dabei. Große Abfüller kaufen diese Chargen auf und mischen sie zu einem wiedererkennbaren Markengeschmack.

Deoleo, das Unternehmen hinter 29 Marken, darunter Bertolli, Carbonell und Carapelli, zeigt, über welchen Maßstab wir sprechen. Im Jahr 2025 berichtete es über einen Verkauf von 158,2 Millionen Litern Öl in 68 Ländern!

Es liegt einfach in der DNA der Supermärkte, viel zu einem günstigen Preis zu verkaufen. Das Geschäftsmodell der Supermärkte ist ein hoher Umsatz pro Quadratmeter, und die Marge steht immer unter Druck durch konkurrierende Supermärkte. Das Ergebnis dieser Marktwirkung ist Bulk-Olivenöl für Skalierbarkeit, günstige Preise und geringe Margen.

Dieses Rennen um niedrigere Preise setzt die Art und Weise unter Druck, wie die Oliven angebaut, geerntet und verarbeitet werden. Es verlagert den Fokus von Qualität auf Quantität. Aber das kommt den Produzenten ironischerweise gerade sehr gelegen.

Ein milder, vertrauter Geschmack spricht viele Verbraucher an. Und aus Verbraucherforschung geht hervor, dass sogar ranzige Geschmäcker geschätzt werden können. Meine Vermutung ist, dass gerade diese Kombination aus Verbraucherpräferenz und Preisdruck eine wichtige Erklärung für den Unterschied zwischen Olivenöl aus dem Supermarkt und dem frischen, charaktervollen nativen Olivenöl extra ist, das wir suchen.

Geschmack

Deoleo beschreibt selbst, wie es Geschmacksprofile auf der Grundlage von Verbraucherpräferenzen entwickelt. Diese Präferenzen werden anhand von Verbrauchertestpanels ermittelt, und diese haben eine andere Präferenz als die professionellen Olivenöl-Verführer und Olivenölsommelier von beispielsweise dem Olivenölinstitut. Die Präferenz der Verbraucher ist ein wiedererkennbarer, konstanter und nicht zu ausgeprägter Geschmack. Durch das Mischen verschiedener Öle muss der Geschmack der Marke zwischen den Erntejahren wiedererkennbar bleiben. Welche Ölschargen und welche Erntejahre dafür verwendet werden, kann sich ändern; der Markengeschmack muss konstant bleiben.

Untersuchungen über 140 hochwertige native Olivenöle extra zeigten zum Beispiel, dass sehr bittere und sehr scharfe Öle vom Durchschnittsverbraucher weniger geschätzt wurden als reife, fruchtige, etwas süßliche Öle.

Dabei liegt der Schwerpunkt beim Produzenten von Olivenöl für den Supermarkt auf Zugänglichkeit: mild, lieber nicht bitter und nicht scharf, damit das Öl nicht dominiert und ein breites Publikum anspricht. Große Mengen, ein vertrauter „ milder“ Geschmack und ein konkurrierender Preis. Masse ist Kasse!

Was ist, wenn der vertraute Geschmack ein Defekt ist?

Hier wird es überraschend und interessant, und vermutlich liegt hier die wichtigste Erklärung dafür, warum Olivenöl aus dem Supermarkt von Kennern und Liebhabern von „echtem“ nativem Olivenöl extra immer wieder als „schlecht“ oder zumindest nicht als „extra“ vierge Olivenöl bewertet wird.

Forscher der University of California in Davis ließen 110 Verbraucher aus Nordkalifornien 22 kommerzielle Olivenöle probieren. Wie zu erwarten war, mochten viele Teilnehmer die Bitterkeit und Schärfe nicht. Eigenschaften von Olivenöl, die professionelle Verführer gerade als positive Eigenschaften bewerten. Aber das Besondere an dieser Studie war, dass ganze 44 % der Öle mit ranzigen Geschmäckern als lecker empfunden wurden!

Die Forscher vermuteten, dass Gewöhnung dabei eine Rolle spielte. Wer jahrelang Öl mit ranzigen Geschmäckern verwendet, kann es als normal empfinden.

Ranzigkeit ist jedoch ein Qualitätsmangel von Olivenöl. Natives Olivenöl extra, das auch nur einen Hauch von Ranzigkeit hat, hat laut den Prüfern einen Defekt und wird als „extra“ vierge abgelehnt. Dennoch fanden die Verbraucher solche Öle lecker!

Das hilft zu erklären, warum Verbraucher und professionelle Verführer dasselbe Olivenöl ganz anders bewerten können. Der Verbraucher erkennt einen vertrauten Geschmack und kauft es weiter, also wählen die Produzenten weiterhin nach diesem Geschmack aus. Der Fachmann erkennt jedoch einen Defekt und lehnt das Olivenöl ab.

Dies ist wahrscheinlich der Grund, warum ein Teil der Menschen und die Kenner und Profis von nativem Olivenöl extra bei den meisten Olivenölen im Supermarkt die Nase rümpfen.

Meine Vermutung ist, dass viel Olivenöl aus dem Supermarkt am Rande der Ranzigkeit balanciert, weil ein Teil der Kunden diesen Geschmack vertraut findet! Dieser Kunde will kein frisches, scharfes, etwas bitteres Olivenöl. Dieser will ein mildes, vielleicht etwas ranziges Öl als vertrauten Geschmack! Aber eine andere Gruppe sucht gerade nach diesem frischen, scharfen, etwas bitteren nativen Olivenöl extra. Das sind zwei völlig unterschiedliche Welten, die hinter demselben „extra vierge“-Etikett stecken.

Ein milder Geschmack ist übrigens nicht dasselbe wie Ranzigkeit. Es gibt hervorragende sanfte Olivenöle. Aber ein vertrauter Geschmack ist an sich kein Beweis für Qualität. 

Spätere Ernten: mehr Öl und ein milder Geschmack

Ein milder Geschmack kann mit einer wirtschaftlich attraktiven Ernte einhergehen. Während des Reifens nimmt der Ölgehalt der Oliven in der Regel zu, während bei vielen Sorten der Polyphenolgehalt abnimmt. Wie viel Öl tatsächlich gewonnen wird, unterscheidet sich je nach Sorte und Erntezeitpunkt. Mehr Öl pro Kilo Oliven hilft, die Kosten pro Liter zu senken.

Darin liegt eine mögliche Übereinstimmung zwischen Verbraucherpräferenz und Produktionsökonomie: Ein sanfter Geschmack kann sich gut verkaufen, während ein höherer Ertrag einen günstigeren Preis ermöglicht. Das erklärt, warum Milde kommerziell attraktiv sein kann. Es bedeutet nicht, dass jedes Olivenöl aus dem Supermarkt auf die gleiche Weise hergestellt wird.

Polyphenole, Geschmack und Haltbarkeit

Polyphenole tragen zur Bitterkeit und Schärfe bei, und je höher der Polyphenolgehalt, desto besser ist das Olivenöl vor Oxidation geschützt. Ein niedrigerer Polyphenolgehalt kann bedeuten, dass das Öl unter vergleichbaren Umständen schneller ranzig wird. Auch die Fettsäurezusammensetzung, die Verpackung und die Lagerung bestimmen die Haltbarkeit.

Es gibt hervorragende sanfte native Olivenöle extra. Milde ist also an sich kein Qualitätsmangel. Ranzigkeit hingegen schon.

Die Untergrenze der Qualität

Wenn ein Teil der Verbraucher beginnende Ranzigkeit nicht erkennt oder sogar schätzt, gibt es natürlich einen kommerziellen Anreiz für den Produzenten, so nah wie möglich daran zu bleiben, aber dennoch die gesetzliche Anforderung für natives Olivenöl extra zu erfüllen.

Meine Vermutung: Ein Teil des Bulk-Olivenöls wird so gemischt, dass der gewünschte milde Geschmack zu möglichst niedrigen Kosten erreicht wird. Dabei wird möglicherweise so nah an der Untergrenze von nativem Olivenöl extra gearbeitet, dass kaum noch Qualitätsspielraum übrig bleibt. Dieses Olivenöl wird kurz vor oder direkt nach dem Abfüllen auf Qualität getestet und erfüllt dann noch gerade so die Anforderungen an natives Olivenöl extra. Wenn man diese Flaschen nach dem Transport, der Lagerung und einer gewissen Zeit im Regal testet, ist zu erwarten, dass die Qualität nachgelassen hat und das Öl nicht mehr den Anforderungen an natives Olivenöl extra entspricht. Der Kunde bleibt jedoch zufrieden, weil er ein mildes, etwas ranziges Olivenöl hat. 

In diesem Bericht des Europäischen Rechnungshofs von Januar 2026 (den Sie hier als PDF finden), wird meine Vermutung über den sehr geringen Qualitätsspielraum während des Abfüllens bestätigt. Punkt 46 "Die Ergebnisse der Kontrollen der Mitgliedstaaten und unsere Fallstudie zeigen, dass die Verschlechterung von Olivenöl im Laufe der Zeit ein häufiges Problem ist. Obwohl Lagerhinweise auf dem Etikett angegeben sind, wissen viele Akteure entlang der Vertriebskette sowie Verbraucher möglicherweise nichts von der Empfindlichkeit von Olivenöl gegenüber Hitze und Licht. Darüber hinaus gilt, wenn ein Öl zum Zeitpunkt des Abfüllens bereits nahe an der Schwelle seiner Kategorie liegt und ein übermäßig langer „Verbrauchsdatum“ zugewiesen wird, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich seine Qualität vor dem Verzehr verschlechtert." 

Der professionelle Verführer, der Olivenöl aus dem Supermarkt auf Qualität testen und im Sommer Dutzende Flaschen aus den Regalen holen will – also viele Monate nach der vorherigen Ernte –, hat eine große Chance, dass diese Flaschen nicht mehr natives Olivenöl extra sind. Der Profi lehnt dieses Öl sofort mit dem Defekt „ranzig“ ab. 

Dieser Verführer erwartet kein Sternegourmet-Essen von einem Imbiss. Er prüft, ob der Inhalt der Qualitätsklasse entspricht, die auf der Flasche steht. Aber auch innerhalb dieser Klasse gibt es enorme Unterschiede: Den gesetzlichen Anforderungen zu entsprechen, ist etwas anderes, als frische, charaktervolle Topqualität herzustellen.

Kann natives Olivenöl extra an Qualität verlieren?

Ja. Olivenöl ist ein Naturprodukt und wird nicht besser, wenn es älter wird. Zeit, Sauerstoff, Licht und Wärme können die Qualität beeinträchtigen. Wie schnell das geht, hängt unter anderem von der Qualität bei der Ernte, der Verarbeitung, der Lagerung und der Verpackung ab.

Wenn man dagegen mit einem Top-Qualität natives Olivenöl extra beginnt, zum Beispiel aus einer früh geernteten italienischen Coratina oder der spanischen Olivenart Picual, und dieses perfekt zu einem schönen nativen Olivenöl extra verarbeitet und auf die richtige Weise lagert, kann dieses Olivenöl seine Qualität vielleicht 24 Monate lang behalten.

Der Test der Keuringsdienst van Waarde hat nicht festgestellt, ob der Qualitätsverlust nach dem Abfüllen die Ursache für die abgelehnten Flaschen war. Es ist jedoch eine mögliche Erklärung für einen Teil der Testergebnisse.

Woher kommt das Bulk-Olivenöl?

Das Herz des internationalen Bulkhandels liegt in Spanien, vor allem in Andalusien. Dort kommen die Ernten unzähliger Bauern in einem Handelsstrom von Hunderten Millionen Litern zusammen. Darüber hinaus kommen erhebliche Mengen aus der Türkei, Tunesien, Griechenland und Portugal.

Der Maßstab ist größer, als Sie vielleicht denken: Laut den vorläufigen Zahlen des International Olive Council produzierte Spanien im Erntejahr 2024/2025 etwa 1,6 Milliarden Liter Olivenöl, und das sind circa 40 % der Weltproduktion. Die gesamte Weltproduktion beträgt dann grob 4 Milliarden Liter Olivenöl. Das kommt aus verschiedenen Arten der Landwirtschaft. Traditionelle Baumgärten, aber auch intensive und superintensive Anpflanzungen. In diesen letzten Systemen stehen die Bäume dicht beieinander, oft in Reihen, die maschinell geerntet werden können. Bewässerung, hohe Erträge pro Hektar und Mechanisierung können die Produktionskosten pro Liter erheblich senken.

Das Prinzip „viel für wenig“ und der Wettlauf um Tiefstpreise setzen die gesamte Lieferkette, die Natur und die Umwelt unter Druck. Wie viel Raum bleibt für sorgfältige Arbeit und eine angemessene Vergütung für den Landwirt? Das ist eine Frage, die uns wichtig ist. Am Preis allein lässt sich jedoch nicht erkennen, wie ein Produzent mit seinen Mitarbeitern, der Natur und der Qualität umgeht.

Gutes natives Olivenöl extra muss nicht zwangsläufig sehr teuer sein. Wer jedoch vor allem auf den niedrigsten Preis achtet, erfährt dadurch noch nichts über die Herkunft, die Ernte und die Qualität des Öls.

Die Welt des Landwirts

Es gibt aber auch eine ganz andere Welt des nativen Olivenöls extra. Die Welt der bestmöglichen Qualität, reines, frisches, oft früh geerntetes, meist Single-Estate-natives Olivenöl extra, das von Kennern, professionellen Verkostungspaneelen, Olivenöl-Sommeliers und beispielsweise Köchen geschätzt wird. Die nativen Olivenöle extra, die bei internationalen Olivenölwettbewerben Preise gewinnen.

Die Welt der Landwirte, die ihre Leidenschaft darauf verwenden, mit Liebe zur Natur und zur Umwelt das bestmögliche native Olivenöl extra herzustellen. Mit jeder Ernte streben sie stolz nach erstklassiger Qualität bei nativem Olivenöl extra.

Das ist die Welt, in der The Olive Label zu Hause ist und arbeitet. Für The Olive Label beginnt die Auswahl beim Erzeuger und der Qualität seines Öls. Wir kaufen direkt bei Landwirten und Familienbetrieben ein, die ihr eigenes natives Olivenöl extra produzieren. Natives Olivenöl extra, das von Laboren getestet und von organoleptischen Verkostungspaneelen geprüft wird. Diese Landwirte bestimmen selbst den Preis ihres Produkts; wir entscheiden, welche Öle wir für unseren Shop auswählen.

Gutes Olivenöl beginnt im Olivenhain. Die Olivenart, die ganzjährige Pflege der Bäume, die sorgfältige Wahl des Erntezeitpunkts, die Schnelligkeit der Verarbeitung und die Lagerung bestimmen zusammen die Qualität. Wir wählen nach Herkunft, Ernte, Duft und Geschmack aus, gestützt durch die verfügbaren Analysen. Es sind Olivenöle, die regelmäßig verschiedene Preise bei internationalen Olivenölwettbewerben gewinnen.

Wir kaufen also keine anonyme Charge von Tausenden Litern zum Großhandelspreis, um ihr anschließend eine Marke aufzukleben. Bei uns kaufen Sie das eigene Olivenöl eines bekannten Erzeugers, den wir persönlich kennen, mit klarer Herkunft und dem Charakter seines Produkts und seiner Ernte. Mal mild und fruchtig, mal grün, bitter und pfeffrig. Ein ausgeprägter Geschmack darf dabei sein.

Der Unterschied liegt auch nicht einfach nur darin, ob gemischt wird oder nicht. Dentri Blend kombiniert verschiedene Olivenarten; Oilalà 5 Star kombiniert griechisches und italienisches Olivenöl. Wir beurteilen das Endprodukt: Wer stellt es her, woher kommt es und wie gut duftet und schmeckt es?

Das ist etwas ganz anderes als Olivenöl aus dem Supermarkt!

Warum begleitet The Olive Label die Erntesaison?

Unsere Landwirte haben eine begrenzte Ernte. Wir kaufen unsere Auswahl daraus ein. Wenn diese verkauft ist, ist sie aufgebraucht. Wir ergänzen ein ausverkauftes Öl nicht durch eine anonyme Charge, die ungefähr gleich schmeckt.

Deshalb passt unser Sortiment zur Saison, und einige Öle können für die neue Ernte ausverkauft sein. Das sagt etwas über die verfügbare Menge aus. Die Öle, die wir noch anbieten, wählen wir nach denselben Qualitätskriterien aus. So ist unser Bestand kein endloser Strom, sondern eine Auswahl aus dem, was unsere Produzenten in dieser Saison hergestellt haben. Wenn es weg ist, ist es weg, bis die neue Ernte verfügbar ist.

Der Preis für natives Olivenöl extra: Was bekommen Sie für Ihr Geld?

Ein hoher Preis weckt schnell die Erwartung, dass Sie gutes Olivenöl kaufen. Doch der Preis verrät nicht, ob der Inhalt tatsächlich natives Olivenöl extra ist.

Das zeigte sich auch im Test der Keuringsdienst van Waarde im Oktober 2026. Gkazas und Xenos Sierra Oliva, beide 19,98 € pro Liter, wurden als Olivenöl extra verglichen. Das getestete Olivenöl von Sissy-Boy kostete sogar 64,95 € pro Liter und erfüllte ebenfalls nicht die Qualitätsklasse natives Olivenöl extra. Das Ergebnis war eine Momentaufnahme, zeigt aber deutlich, dass ein höherer Preis keine Garantie für natives Olivenöl extra ist.

Ein niedriger Einkaufspreis bedeutet nicht automatisch einen niedrigen Verkaufspreis

Nach den von COAG veröffentlichten POOLred-Zahlen lag der durchschnittliche spanische Großhandelspreis für natives Olivenöl extra vom 3. bis 9. Oktober 2026 umgerechnet bei rund 2,92 € pro Liter. Es handelte sich um ungepacktes Öl aus dem Erntejahr 2025/2026, das beim Produzenten verkauft wurde. Das vermittelt einen Eindruck vom Markt, auf dem große Abfüller einkaufen. Bei Millionen Litern zählt jeder Cent. Aber ein niedriger Großhandelspreis sagt noch nicht aus, was der Verbraucher letztendlich bezahlt. Zwischen dem Produzenten und dem Supermarktregal kommen unter anderem Verpackung, Transport, Vertrieb, Marketing, Margen für den Supermarkt und Steuern hinzu.

Bei einer schönen Flasche und einer bekannten Marke kann ein höherer Preis die Erwartung an die Qualität verstärken. Ob das Öl diese Erwartung erfüllt, muss sich aus dem Inhalt zeigen.

Gutes natives Olivenöl extra kann auch erschwinglich sein

Für einen guten Preis müssen Sie nicht in den Supermarkt gehen. Bei The Olive Label finden Sie sowohl erschwingliches Öl für den täglichen Gebrauch als auch besondere Öle aus kleinen Ernten. Caixeiro Origins kostet in einem Bag-in-Box-Behälter mit fünf Litern 15,60 € pro Liter. Oilalà 5 Star kostet in einem Bag-in-Box-Behälter mit drei Litern 16 € pro Liter. Das sind Produktpreise (Oktober 2026) inklusive Mehrwertsteuer, exklusive Versandkosten.

Darüber hinaus gibt es Öle wie Cultũra. Ihre Ernte 2025/2026 besteht aus nur 400 handnummerierten 500-ml-Flaschen. Das sind 200 Liter wunderschönes biologisches natives Olivenöl extra mit Charakter und einem hohen Gehalt an Polyphenolen, für das eine gesundheitsbezogene Aussage gemacht wird. Würde diese gesamte Ernte zum genannten spanischen Großhandelspreis verkauft, brächte sie noch nicht einmal 600 € ein. Davon müssten die Pflege des Olivenhains, die Ernte, die Verarbeitung und das Einkommen des Produzenten bezahlt werden.

Vergleichen Sie daher den Preis pro Liter und was Sie dafür bekommen. Wer hat das Öl hergestellt? Wie wurde das Öl produziert und gelagert? Welche Informationen zur Qualität sind verfügbar?

Ein hoher Preis ist kein Qualitätsbeweis.

Was sagt die Säure über die Qualität aus?

Um das Label „natives Olivenöl extra“ tragen zu dürfen, darf die Säure nach der europäischen Verordnung maximal 0,8 % betragen. Dieser Prozentsatz bezieht sich auf freie Fettsäuren. Es ist also nicht der Prozentsatz des oxidierten Öls, und Sie können diese Säure nicht schmecken wie die Säure einer Zitrone.

Eine niedrige Säure ist ein gutes Zeichen, verrät aber nicht alles. Das Öl muss auch andere chemische Anforderungen erfüllen und einen organoleptischen Test auf Duft und Geschmack bestehen. Natives Olivenöl extra muss eine gewisse Frische und Fruchtigkeit aufweisen und frei von Mängeln im Duft und Geschmack sein. Ein Öl mit einer Säure von 0,2 % kann also dennoch bei der Prüfung für natives Olivenöl durchfallen.

Schummelöl

Gefälschtes, illegales natives Olivenöl extra ist seit Tausenden von Jahren eine der lukrativsten Formen des Betrugs in der Lebensmittelwelt. In den Ruinen von Ebla, Syrien, wurden in den 1970er-Jahren Tausende von Keilschrifttafeln aus Ton gefunden, die über 4.000 Jahre alt sind. Aus der Übersetzung geht hervor, dass der königliche Hof Beamte und Inspektoren einsetzte, die die Olivenölpressen und die Olivenölproduktion kontrollierten, um Betrug zu verhindern. Siehe hier diesen Artikel Olivenöl, 5.000 Jahre Betrug. Und der römische Arzt und Philosoph Claudius Galenus (129 – ca. 216 n. Chr.) beklagte sich noch über 2.000 Jahre später über skrupellose Händler, die gutes Olivenöl mit flüssigem Schmalz verdünnten. Und Olivenölbetrug findet auch heute noch statt.

Natives Olivenöl extra ist nämlich leicht zu fälschen, schwer zu erkennen, und der durchschnittliche Verbraucher lässt sich leicht täuschen. Die meisten Menschen wissen jedoch nicht, wie natives Olivenöl extra schmecken sollte.

Wie dann?

Woher kommt dieses illegale Öl und wie gelangt es in den Supermarkt? Es gibt sehr viele Wege, und einer davon läuft ungefähr so ab: Billiges Olivenöl aus Ländern, in denen Öl günstig ist, wird nach Italien verschifft, wo Olivenöl teurer ist. In der Zwischenzeit wird auch Sonnenblumenöl, Sojaöl oder ein anderes billiges Öl nach Italien verschifft oder geschmuggelt. Anschließend mischen Kriminelle die beiden Öle in Italien.

Wenn die Säure, der Duft oder der Geschmack wirklich noch zu schlecht ist, wird dies mit chemischen Kunst- und Flugmitteln korrigiert. Für eine bessere Farbe mischt man beispielsweise etwas Beta-Carotin und Chlorophyll hinzu. Dieses zusammengeklöppelte falsche „native Olivenöl extra“ wird in Italien in eine schöne Flasche abgefüllt, mit einem wunderschönen Etikett voller italienisch klingender Begriffe versehen, und es sieht aus wie teures italienisches Olivenöl.

Dieses Schummelöl wird bei normalen Großhändlern angeboten, und der Supermarkt, der nichts davon weiß und wirklich nicht alles probiert, kauft dieses Öl als günstig gepreistes natives Olivenöl extra ein. Der Verbraucher, der hastig durch den Supermarkt läuft, lässt sich leicht verführen. Es ist schließlich ein bekannter Supermarkt, also ist man nicht wachsam. Die Flasche sieht auch gut aus, und der Markenname und die ausländisch klingenden Begriffe auf dem Etikett klingen vertraut. Der Preis ist auch gut, also hoppla, es geht mit nach Hause. Öl ist Öl. Eine schöne visuelle Darstellung dieser Geschichte stand in der New York Times und kann hier gefunden werden.

Auch im Jahr 2024 gibt es reichlich Betrug mit falschem Olivenöl. So wurde im Januar über eine Untersuchung der italienischen Polizei berichtet, die Betrüger verfolgte, die Öl an Restaurants in Rom verkauften, das mit einer unbekannten Saatöl behandelt worden war, das mit Blattgrün und Beta-Carotin versehen wurde. Die Flaschen mit Schummelöl wurden mit der Aufschrift „natives Olivenöl extra made in Italy“ auf dem Etikett verkauft. Lesen Sie die Nachricht über die Untersuchung in Rom. Europol berichtete 2019 über die Beschlagnahme von 150.000 Litern gefälschtem Olivenöl. Laut Europol veränderten die Kriminellen die Farbe von Sonnenblumenöl und Olivenöl niedriger Qualität durch die Zugabe von Chlorophyll oder Beta-Carotin, um die Farbe von nativem Olivenöl extra zu erhalten und es als natives Olivenöl extra auf dem italienischen und deutschen Markt zu verkaufen.

Internationales Problem

Illegales Olivenöl ist ein internationales Problem. In einer anderen Operation, über die Europol im Dezember 2023 berichtete, wurden elf Verdächtige verhaftet und mehr als 260.000 Liter Öl beschlagnahmt.

Deshalb wollen wir wissen, woher unser Olivenöl kommt. Wir kennen den Produzenten, kaufen direkt ein und wissen, welches Öl wir verkaufen. Für uns ist diese kurze, übersichtliche Lieferkette ein wichtiger Bestandteil der Geschichte.

Kann man überhaupt gutes Olivenöl im Supermarkt kaufen?

Es gibt immer die Ausnahme, die die Regel bestätigt, aber wirklich gutes Olivenöl im Supermarkt zu finden, ist fast unmöglich. Der Test der Keuringsdienst van Waarde zeigt zum einen, dass mehr als die Hälfte der untersuchten Öle nicht einmal natives Olivenöl extra war, auch wenn es auf dem Etikett stand. Und auch wenn ein Öl natives Olivenöl extra ist, sagt das noch nicht, dass es gutes Olivenöl ist. Natives Olivenöl extra ist die gesetzliche Klasse; innerhalb dieser gibt es große Unterschiede in Qualität, Geschmack und Charakter.

Vielleicht war das Großhandel-Olivenöl zum Zeitpunkt der Abfüllung noch natives Olivenöl extra, aber es besteht die Möglichkeit, dass es unter schlechteren Bedingungen gelagert wurde und im Supermarkt im Tageslicht stand. Zeit und Tageslicht können dazu führen, dass das Großhandel-Öl die geringe Qualität, die es noch hatte, inzwischen verloren hat. Natives Olivenöl extra auf dem Etikett gibt Ihnen also noch keine Gewissheit über die Qualität in dem Moment, in dem Sie die Flasche öffnen.

Ein anderes Problem ist, dass es zwischen Ölen, die natives Olivenöl extra sind, enorme Unterschiede im Geschmack und in der Frische gibt. Wie weiß man dann, welches man kaufen kann? Und ein Öl, das die Anforderungen erfüllt, ist nicht von selbst das Öl, das Ihnen am Tisch Freude bereitet.

Kurz gesagt: Abgesehen von der einen Ausnahme, die die Regel bestätigt, ist die Wahrscheinlichkeit leider groß, dass das Olivenöl, das Sie im Supermarkt gekauft haben, kein natives Olivenöl extra ist und/oder nicht lecker ist. Auch wenn natives Olivenöl extra auf dem Etikett steht oder Sie etwas mehr bezahlen.

Wie wissen Sie, welche Art von Olivenöl Sie kaufen?

Genau wie bei einem Buch kann man Olivenöl nicht allein anhand der Außenseite beurteilen. Hinter allen Etiketten mit „natives Olivenöl extra“ verbergen sich große Unterschiede in Qualität und Geschmack. Was auf der Flasche steht, verrät Ihnen also noch lange nicht alles darüber, was darin ist.

Auch wenn Sie mit der Liste der Keuringsdienst van Waarde mit Olivenöl, das als natives Olivenöl getestet wurde, in den Supermarkt gehen, wissen Sie noch nicht, ob Sie ein leckeres Olivenöl kaufen.

Da stehen Sie dann als Verbraucher mit dieser schönen Flasche mit italienischen Begriffen. Ist es echtes natives Olivenöl extra? Ist es überhaupt Olivenöl? Wie soll man als Verbraucher damit umgehen? Eigentlich sollte man ein Olivenöl probieren können, bevor man es kauft. Aber wenn man im Supermarkt Flaschen öffnet, wird schnell gefragt, was man da macht.

Wie kauft man dann natives Olivenöl extra?

Wenn Sie das Risiko von schlechtem Olivenöl verringern wollen, vermeiden Sie den Supermarkt und die großen Marken. Suchen Sie nach einem zuverlässigen Geschäft, das den Landwirt kennt, der das native Olivenöl extra herstellt.

Vielleicht gibt es in Ihrer Nähe ein Geschäft, in dem Sie Olivenöl kaufen und hoffentlich auch probieren können. Wenn Sie online kaufen, recherchieren Sie ein wenig. Sehen Sie sich die Bewertungen des Geschäfts und des Olivenöls an. Bestellen Sie ein Olivenöl und riechen und probieren Sie es pur von einem Löffel, also ohne Brot, und beurteilen Sie das Olivenöl selbst.

Bei The Olive Label können Sie ohne jegliche Vorbehalte davon ausgehen, dass all unser natives Olivenöl extra auch natives Olivenöl extra ist! Wir kennen alle Landwirte persönlich und von fast allen Ölen, die wir verkaufen, ist ein Laborbericht verfügbar. Wenn das nicht bei den Bildern eines bestimmten Olivenöls steht, können Sie den Bericht bei uns anfordern.

Probieren Sie es selbst!

Wer vor allem flaches, fettiges Öl gewohnt ist, schaut manchmal etwas angewidert, wenn man vorschlägt, Olivenöl pur zu probieren, also ohne Brot. Aber meine Lieben, natives Olivenöl extra sollte lecker sein! Sie erwarten doch auch nicht, dass Oliven muffig und ranzig schmecken? Warum sollten Sie das dann von Olivenöl erwarten?

Der schönste Test ist daher, es selbst zu versuchen. Haben Sie Olivenöl in der Küche stehen? Nehmen Sie einen Esslöffel und gießen Sie etwas Öl hinein. Achten Sie darauf, dass das Öl nicht zu kalt ist, erwärmen Sie den Löffel gegebenenfalls mit Ihrem Handteller. Riechen Sie zuerst am Öl. Riechen Sie ranziges oder muffiges Öl? Riechen Sie verdorbene Nüsse oder etwas Moddiges? Woher dieses Öl auch kommt, Olivenöl, das nicht frisch duftet, möchten Sie nicht probieren! Werfen Sie die ganze Flasche Öl weg.

Duftet das Olivenöl frisch und fruchtig? Vielleicht können Sie den Duft von grünem Gras, grünen Tomaten, Tomatenblättern oder beispielsweise Apfel oder Artischocke riechen. Das ist Olivenöl, das Sie probieren können.

Schlürfen Sie das Olivenöl vom Löffel und lassen Sie es im Mund herumgehen, bevor Sie es herunterschlucken. Jedes gute native Olivenöl extra hat seinen eigenen spezifischen Duft und Geschmack. Sie können Anklänge von Äpfeln, Tomaten, frischen Blättern, Artischocken usw. probieren, aber ziemlich sicher ist, dass ein gutes Olivenöl auch ein gewisses Maß an Bitterkeit hat. Das kommt von den abgeleiteten Stoffen der Phenole Oleuropein und Ligstrosid, das sind Polyphenole, die sehr gesund für Sie sind. Auch werden Sie bei den meisten Olivenölen guter Qualität ein Kratzen im Hals spüren. Vielleicht müssen Sie sogar kurz husten. Das kommt laut Kennern durch das Polyphenol Oleocanthal (und diesen Artikel der Forschungseinrichtung Monell) und ist ein Zeichen für gute, frische Qualität von nativem Olivenöl extra.

Diese Polyphenole tragen zum Geschmack bei, und ihr Gehalt kann im Laufe der Zeit abnehmen. Auch die frischen Aromen können verschwinden und das Öl kann ranzig werden. Bei der Raffination gehen durch Hitze und chemische Reinigung die Geschmacksstoffe und Polyphenole verloren. Mehr über raffiniertes Öl in diesem Blog: Raffiniertes Olivenöl, wirklich?

Einige Öle sind mild und sanft. Andere haben eine Bitterkeit und verursachen ein Kribbeln im hinteren Hals. Das ist nicht dasselbe wie Ranzigkeit. Bitter und pikant können gerade positive Eigenschaften von nativem Olivenöl extra sein.

Ihre eigene Nase und Ihr Mund helfen Ihnen also, das gute Olivenöl auszuwählen. Für eine offizielle Beurteilung, ob ein Öl natives Olivenöl extra ist und keine sogenannten Mängel aufweist, ist ein anerkanntes Verkostungspanel aus professionellen Olivenöl-Verkostern erforderlich. Aber mit ein wenig Übung können Sie selbst auch beurteilen, ob ein Olivenöl qualitativ gut ist. Und danach können Sie entscheiden, ob Sie es auch lecker finden.

Kurz gesagt

Es gibt keinen Grund, sich mit flachem oder ranzigem Olivenöl zufrieden zu geben. Ein schönes Etikett und das Wort „natives Olivenöl extra“ sind nicht mehr als ein Ausgangspunkt und verraten nur einen kleinen Teil der ganzen Geschichte. Suchen Sie einen Verkäufer, der auch etwas über den Produzenten, die Ernte und die Qualität des Öls erzählen kann, und probieren Sie selbst den Unterschied!

Keuringsdienst van Waarde. Tipp zum Anschauen!

Die Keuringsdienst van Waarde wollte 2024 auch einmal wissen, wie es mit all den verschiedenen Arten von Olivenöl aussieht. Oliven, eine Presse und hoppla, Sie haben Olivenöl. Einfach, oder? Warum gibt es dann so viele Möglichkeiten, dass man im Olivenhain den Wald nicht mehr sieht? Classico, mildes Olivenöl, light (?), kalt, warm, traditionell, etc.

In dieser früheren Folge aus 2024 ging es unter anderem um raffiniertes Olivenöl und die Unsinnigkeit der Aussage, dass man nicht in nativem Olivenöl extra backen und braten sollte. Das ist für uns natürlich großartig, dann hört man es auch mal von jemand anderem!

Klicken Sie auf das Bild unten für die Folge der Keuringsdienst van Waarde über Olivenöl.

Ersin und Produzent raffiniertes Olivenöl

Wo kaufen Sie dieses Premium-natives Olivenöl extra?

Na klar, natürlich bei TheOliveLabel.shop. So ein schönes, köstliches Produkt, das direkt aus der Natur und direkt vom Bauern kommt, sollte für alle zugänglich sein. Weil wir genau dieses Olivenöl anbieten möchten, haben wir TheOliveLabel.shop gegründet.

TheOliveLabel.shop kauft speziell für dich Premium-Olivenöl ein, ohne Zwischenhändler, direkt beim Bauern. Wir kennen die Bauern persönlich und haben die meisten von ihnen besucht. Sie sind stolz auf ihre Produkte und wir können es oft kaum erwarten, ihr Olivenöl zu probieren, wenn es hereinkommt.

Natürlich stammt auch das Olivenöl aus dem Supermarkt ursprünglich von einem Bauern. Der Unterschied ist, dass wir das Öl von diesem Produzenten einzeln auswählen und verkaufen. Du weißt, von wem das Öl kommt, aus welcher Ernte es stammt und was du geschmacklich erwarten kannst.

Top-Tipp!

Kaufe Olivenöl nicht nur nach dem Preis, dem Etikett oder der schönen Flasche. Achte auf den Produzenten und die Informationen über die Qualität des Öls. Und wähle einen Geschmack, der zu dir passt. Mild und fruchtig oder eher grün und würzig? Verwöhne und überrasche dich selbst und andere mit einem wirklich guten Olivenöl.

Entdecke unser Premium-Natives-Olivenöl-Extra.

Zum Schluss

Natives Olivenöl-Extra von überragender Qualität ist fast ein Wunder. Es ist reine Natur und hat viele gesundheitliche Vorteile: Öl, das mechanisch aus Oliven gewonnen wurde, ohne Raffination. Und es ist vor allem sehr lecker. Ein paar Tropfen können ein einfaches Gericht schon so viel besser machen.

Möchtest du bewusst nach Polyphenolen wählen? Dann schau dir unser Natives Olivenöl-Extra mit Gesundheitsclaim an. Für Olivenöl, das die Bedingungen erfüllt, ist ein europäischer Gesundheitsclaim zulässig: Die Polyphenole tragen dazu bei, Blutfette vor oxidativem Stress zu schützen.

Dieser Claim gilt für Öl mit mindestens 5 mg Hydroxytyrosol und seinen Derivaten pro 20 Gramm Öl. Die positive Wirkung wird bei einer täglichen Aufnahme von 20 Gramm erzielt. Sieh dir beim entsprechenden Öl die Informationen über den Polyphenolgehalt und die Analyse an. Die Bedingungen findest du in der Europäischen Verordnung 432/2012.

Olivenöl wird schon seit Tausenden von Jahren gegessen und gehört zum Leben rund um das Mittelmeer. Und ach, wenn es schon so lange gut genug für sie ist…

Olivenöl ist für jeden. Es vereint die Kraft der Sonne mit dem Besten, was die Erde zu bieten hat.

Genieße! Health is Wealth! O’Lives Great!

Quellen

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